Design und Lifestyle, Hamburg

Einblick in die Elbphilharmonie

Elbphilharmonie von außen und von innen
Die Fensterfassade der Elbphilharmonie von außen und von innen bester Blick über Hamburg

1.100 Glaselemente, 10.000 unikale Gipsfaserplatten, 3D-gefrästes Eichenholz – das sind die schönen Zahlen zur Elbphilharmonie. Von außen kann man sie schon lange anschauen, nach innen kommt man nur bei einer der sonntäglichen Führungen – die oft schon Monate im Voraus ausverkauft ist. Oder man gelangt mit etwas Glück kostenlos einmal im Jahr am Tag der Elbphilharmonie ins Innere.

Einlassticket
Passend in schimmerndem Grau gekleidet geht es los

Warum hat die Fassade eigentlich so komische Luken? Und wieso soll der Klang so toll dort sein? Mit diesen Fragen machte ich mich zur Besichtigung der Großbaustelle auf.

Elbhilharmonie ragt in den Hamburger Himmel
Grau in Grau – die Elbhilharmonie ragt in den Hamburger Himmel

Die Fenster sind mit kleinen reflektierenden Punkten bedruckt, um Wärme abzuhalten. Und durch die Punkte entstehen die unterschiedlichen Spiegelungen auf der Fassade. Ein Glaselement ist nicht von Pappe, jedes wiegt 1,2 Tonnen. In den Konzertfoyers und auch in den Wohnungen gibt es besondere Fenster: Die U-förmigen Ausbuchtungen, die Stimmgabeln symbolisieren sollen. Das sind die Loggien, von denen aus man die Abendsonne genießen kann. Soviel zu den komischen Luken.

Stuhl Elbphilharmonie
Der erste Stuhl ist montiert – Platz nehmen in der Elbphilharmonie

Im Allerheiligsten, dem Großen Konzertsaal ist bis jetzt die terrassenförmige Anordnung der Ränge zu erahnen – ein Stuhl steht bereits ;-). Das Besondere an dem Saal ist der 360-Grad-Blick auf das Orchester. Denn die spielt in der Mitte und nicht wie üblich an einer Seite des Saals. Damit auch jeder die gleiche Akustik genießen kann, sind die Gipsfaserverkleidungen an der Wand alles Unikate. Jedes Element der so genannten Weißen Haut wurde eigens dreidimensional gefräst, da ist hinterher eine millimetergenaue Anbringung nötig.

Jeder, der auch schon einmal eine Vorstellung im verschachtelten Saal des Opernhauses Hamburg besucht hat, wird es wohl kaum erwarten können, so eine Sicht und Akustik auf das Orchester zu bekommen!

Weiter geht es im Komplex: Unterhalb des Konzertsaals entsteht eine öffentlich zugängliche Plaza, die auch Touristen anlocken soll. Geboten wird ein Außenrundgang mit einem Rund-um-Blick auf die Hansestadt.

Ausblick von der Plaza in den Hafen
Ausblick von der Plaza in den Hafen – noch nicht ganz so glamurös

 

Beim Anblick der schwungvollen Treppen, die vom Großen Saal auf die Plaza führen, kann man mit etwas Fantasie schon die Konzertbesucherinnen in großen Roben hinunterschreiten sehen. Bis es soweit ist, müssen wir uns jedoch noch bis Anfang 2017 gedulden…

Stufen zum Großen Saal
Die Stufen hinauf ins Heiligtum – dem Großen Saal

Dann wird das Gebäude, in dem übrigens auch 45 Wohnungen sowie ein Hotel mit Restaurants untergebracht werden, komplett fertig sein. Und: Dank eigenem Schiffsanleger können die Besucher auch zu Wasser anreisen. Also, Leinen los!

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